SUCHEN
AKTUELL KONTAKT IMPRESSUM
 
HOME TRAINING TECHNOLOGIE WISSENSWERTES AKTUELL KONTAKT
   
       
   

Aktuell

Mitteilungen aus dem Fachzentrum für Automatisierungstechnik des BTZ Rohr-Kloster

Programmable Motion Control (MLC) oder kurz Motion Control wird zunehmend ein integraler Bestandteil von Automatisierungssystemen.

Hier finden Sie eine verständliche Einführung in die Begriffswelt von Motion Control mit Anhängen zur Thematik Servoantriebe und Mechatronik.

Download: Einführung Motion Control
Download: Anhang Servoantriebe
Download: Anhang Mechatronik

CoDeSys Vers. 3.1: Ein neuer Level!

Seit längerer Zeit verweist das Unternehmen 3S-Smart Software Solutions GmbH mit dem geflügelten Wort "Enter the next Level" auf die Weiterentwicklung seiner Software CoDeSys und informiert, dass hierbei wesentliche VerÄnderungen und Verbesserungen auf den Nutzer zukommen.

Für das neue dezentrale Automatisierungssystem Speedway 767 wird das Unternehmen WAGO nun den Schritt zu CoDeSys 3.x vollziehen.

Mit der Projektarbeit "Umstellung CoDeSys 2.3.x auf Version 3.1" untersuchten Herr Henke und Herr Fürstenberg im Rahmen einer Projektaufgabe an der FH Schmalkalden kritisch den aktuellen Stand. Mit Einverständnis der Autoren können hier die Ergebnisse der Arbeit eingesehen werden
(Download).

Machine Vision

Die Nutzung vin Bildverarbeitungssystemen in der Automatisierungstechnik ist ein aktueller Trend. Hier finden Sie eine Einführung in einfachste Applikationen von Machine Vision.

Download: Einführung Machine Vision

Fachkräftemangel: Sind neue Wege möglich?

Pressemitteilungen machen deutlich: Unbesetzte Ingenieurstellen und fehlende Fachkräfte bremsen lukrative Exportgeschäfte und das Wachstum von Maschinenbau, Elektro- und Antriebstechnik in Deutschland aus. Die Studentenzahlen an den Hochschulen bleiben begrenzt. Erneut erschallt der Ruf nach Fachkräften aus dem Ausland.

In dieser Situation sollte versucht werden, mit neuen Wegen Reserven zu mobilisieren. Diese liegen nicht nur wie oft diskutiert in älteren Arbeitnehmern, sondern auch in motivierten nichtakademischen Fachkreisen. Neue Wege deshalb, weil die erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen über traditionelle Lehrgänge hinausgehen und treffender mit dem Wort Training zu beschreiben sind. Wer im Berufsfeld Elektro-, Steuerungs- und Regelungstechnik aus unterschiedlichsten Gründen der überproportionalen Entwicklung der Technik nicht folgen konnte, der kann die Defizite heute schwerlich in wenigen Lehrgangstagen ausgleichen.

Das Fachzentrum für Automatisierungstechnik im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr-Kloster führt solche Trainingsmaßnamen auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik durch. In Zeiträumen zwischen 2 und 6 Monaten werden Fachkräfte elektrotechnischer Berufe in aktueller Automatisierungstechnik individuell unterwiesen. Auf der Grundlage komplexer Automatisierungssysteme wie Siemens Simatic S7 oder dem Busklemmensystem WAGO-IO-750 wird das Zusammenwirken vernetzter SPS-Technik, von Visualisierung und Antriebstechnik trainiert.

Ziel ist die grundlegende Verbesserung der beruflichen Chancen nicht nur durch Erlangung von Fachwissen, sondern in hohem Maße auch durch Stärkung sozialer Kompetenzen. Trainiert werden die Zusammenarbeit im Team, die klare Formulierung technischer Probleme mit Sicht auf evtl. erforderliche Hotline-Anfragen, die eigenverantwortliche Beschaffung von Informationen und erforderlichen Handbüchern über Internet, das Heranwagen an neuartige Aufgaben bis hin zur Übernahme einzelner Lehraufgaben durch Teilnehmer, die bereits einen Vorsprung erarbeitet haben.

Die Maßnahmen richten sich an elektrotechnische Fachkräfte, Mechatroniker, Instandhaltungs- und Servicepersonal, Techniker und auch Ingenieure. Teilweise werden diese langdauernden Weiterbildungsmaßnahmen durch Agenturen für Arbeit gefördert, teilweise finanzieren Unternehmen die grundlegende und zielgerichtete Qualifizierung potentieller Fachkräfte und in einzelnen Fällen auch die Teilnehmer selbst.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Automatisierungstechnik am Trainingsplatz. Nicht nur bei der Art der Durchführung, sondern auch bei den Inhalten der Trainingsmaßnahmen sind ergänzende Wege zu prüfen. So ist die Zuwendung zu Programmiersystemen nach IEC 61131-3 und der Einsatz ergänzender Technologiemodelle geboten. Das Technologiemodell Verteilerband (im Bild vorn links) wird bereits über ein Jahrzehnt erfolgreich in den Lehrgängen „SPS-Techniker Simatic S7“ eingesetzt. Vorteilhaft können hier binäre Signalverarbeitung sowie der Einsatz von Zeitgliedern und Zählern trainiert werden. Die Möglichkeiten der Verarbeitung digitaler und analoger Daten sind dagegen begrenzt.

Die aktuelle Automatisierungstechnik verlangt aber gerade tieferes Verständnis für Wortverarbeitung, elementare und zusammengesetzte digitale Datentypen und die Digitalisierung analoger Signale. Aus diesem Grunde wird im Fachzentrum ein weiteres Technologiemodell „Spindelantrieb“ eingesetzt (im Bild vorn rechts). In seiner Grundform bewegt hier ein Gleichstrom-Umkehrantrieb mit Encoder über eine Spindel einen Schlitten mit Lochleiste. Dabei betätigen Schlitten und Lochleiste verschiedene Initiatoren, und die Umdrehungen der Spindel werden nicht nur mit demEncoder, sondern für einfache Aufgaben auch mit einem einfachem Lichttaster erfasst. Das Modell verfügt weiter über ein analoges absolutes Wegmeßsystem. Alternativ kann ein Schrittmotor eingesetzt werden.

Neben vielfältigen Bewegungsabläufen ähnlich den Möglichkeiten des Bandmodells können mit dem Spindelantrieb insbesondere trainiert werden:
• Das Skalieren analoger Signale
• Das Anfahren digital oder analog vorgegebener Positionen
• Das Scannen der Lochleiste mit Eintrag der analogen oder digitalen Werte aller Bohrungen in Listen
• Vielfältige Ablaufsteuerungen mit verzweigten Schrittketten sowie die Kopplung von Spindelantrieben

Im Fachzentrum werden die Spindelantriebe sowohl an Automatisierungstechnik Simatic S7 als auch an andere Systeme angeschaltet, bei denen die Programmierung entsprechend der Norm IEC 61131-3 im Vordergrund steht. Das Konzept des Spindelantriebs ist ausbaubar.

Bildungseinrichtungen, welche Interesse am Technolgiemodell „Spindelantrieb“ und an hierfür entwickelten Trainingsaufgaben haben, wenden sich an die angegebene Mailadresse des Autors.

Die Autoren:
Dr. U. Becker ist freiberuflicher Dozent im Fachzentrum für Automatisierungstechnik
becker.technik@gmx.net